pretecs Weblog

27.04.2008

MacOS auf UFS

Filed under: pretecs blog — pretec @ 12:43

Nach dem HFS+ Desaster versuch ich es nun mit UFS. Als erstes mal von DVD gebootet und mit dem Festplatttendienstprogramm die Plattte neu partitionert / formartiert. Dann die Installation gestartet und mitten drin den Stecker rausgerissen (schliesslich muss ich ja fsck mal testen :-)).
Mit

mount -t ufs -o ufstype=openstep,ro /dev/sdb3 /mnt/sdb3

lässt sich das Filesystem mounten, allerdings sieht es leeer aus. In den ufsutils aus Debian/Experimental gibts fsck.ufs, nach

fsck.ufs -y /dev/sdb3

finde ich die halbfertige MacOS-Installation unter lost-found wieder. Auch nicht deutlich besser.

Als nächstes versuche ich das mal mit fsck unter MacOS….

MacOS und sein HFS+

Filed under: pretecs blog — pretec @ 11:14

Ich selber habe ja schon ein paar Jahre ein Powerbook und hab recht schnell gemerkt, dass MacOS nichts für mich ist. Fängt beim imensen Ram-Verbrauch an, geht bei der kaputten Oberfläche (und den beschissenen Applikationen: iPhoto, Mail.app!) weiter und hört auf bei den Schwierigkeiten auf, die ich jedes Mal habe, wenn ich “mal schnell” was kompilieren will (versuch mal GNU Make zu installieren, ohne erst ein komplettes Paketmanagementsystem auf die Platte zu kippen).

Irgendwann haben wir für Jenny auch ein 12″ Powerbook gekauft, das sie mit MacOS X benutzt. Vor ungefähr zwei Wochen rief sie mich im Büro an und beklagte sich, dass sie plötzlich keine Mails mehr schicken kann. Als ich dann zuhause Nachforschungen angestellt habe, stellte sich raus, dass einige Dateien in ~/Library/Thunderbird nicht mehr lesbar waren. Alles klar sag’ ich mir, Filesystem hat einen Schlag weg, , werfen wir mal wie brave Mac-User das Festplatten-Dienstprogramm an. Also von DVD gebootet und FPD gestartet. Das sagt mir “Fehler gefunden”, ich klicke auf “Volume reparieren”, worauf das Ding lapidar “Schlüssel nicht sortiert” (im englischen “keys out of order”) antwortet und den Dienst einstellt. Na fein. Zur Strafe, weil ich mich auf Apple verlassen habe, bootet der Rechner jetzt auch nicht mehr von der Platte. Ich freu mich wie Sau.

Also den Rechner im Target-Disk-Mode (beim booten T gedrückt halten, bis ein Firewire-Symbol erscheint) gestartet und an mein (Linux-)Powerbook gehangen. Zumindest Read-Only konnte ich die Platte dann mounten und die Daten mit rsync runterkopieren. (Der Vollständigkeit halber: hpmount aus den “hfsplus” Tools kommentierte meinen Mountversuch mit:

root@powerbook:/mnt# hpmount /dev/sdb3 /mnt/sdb3/
 *** Warning: You are about to open '/dev/sdb3' for writing ***
 *** Do you really want to do that ? (y/n) ***
y
hpmount: /dev/sdb3: Neither Wrapper nor native HFS+ volume header found (Unknown error 4294967295)
root@powerbook:/mnt#

Mit dem “normalen” hfsplus ging es dann:

root@powerbook:/mnt# modprobe hfsplus
root@powerbook:/mnt# mount -t hfsplus -o ro /dev/sdb3 /mnt/sdb3/

Wenn man im Netz nach dem Problem sucht, finden sich etliche solche Fälle. Die “Lösung” von Apple ist: “machen sie ein Backup und formatieren sie die Platte neu”. Riesen Lacher, wenn man mit MacOS nicht mehr auf die Platte zugreifen kann. Oder ‘kaufen Sie sich ein ordentliches fsck, weil unseres zu dumm ist’. Sicher und schon ziehe ich los und kaufe mir DataRescue Pro oder was auch immer für einen Mist, nur weil das Dateisystem so Scheisse ist, dass selbst der Hersteller keine ordentlichen Tools liefern kann.

Ein echter Knaller sind aber die Tipps, die man in so MacUser-Foren findet: “Resette mal den P-Ram/PMU” oder “Überprüfe mal die Einstellungen im Schlüsselbund.”. Was mir noch fehlte war: “Opfere eine Ziege der Demut und verspritze ihr Blut in Richtung Cupertino” oder irgendsowas…

Was habe ich daraus gelernt? Zwei Dinge:
Erstens: User-Backup mittels händischem Kopieren auf eine externe Platte ist keine gute Idee, weil es $USER in der Regel vergisst. Zweitens: Benutze kein Dateisystem, für das es kein ordentliches fsck gibt.

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